Nicht jeder Pfahlbau konnte dem aufreibenden und teils rauen Temperament der Nordseewellen standhalten. Sturmfluten und Hochwasser machten den Strandhütten aus Lärchenholz immer wieder zu schaffen. Die Sturmflut im Jahr 1935 brachte den ersten Pfahlbau, die Giftbude am Ordinger Strand, zu Fall. Knapp 40 Jahre später wurde an der selben Stelle eine neue Pfahlbaute errichtet.
Nach dem Motto "Am Ende ist man immer schlauer." lernte man durch die schmerzlichen Erfahrungen die Dicke und Höhe der Pfähle von den Pfahlbauten so zu verändern, dass sie den Kräften von Sturmfluten und Eisgang standhielten. Zusätzlich zu den eingespülten Pfählen brachte man schrägstehende Pfähle an. Diese tragen zur Stabilität und Abwehr von Eisschollen bei.